2021-12-06T12:17:51+01:00Dezember 6, 2021
Technologie & Innovation
Kleo Knippertz
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Industrie 4.0: Trützschler in Mönchengladbach freut sich über Gelenkarmroboter der Firma Igus

Das Trützschler-Headquarter in Mönchengladbach ist um einen „Mitarbeiter“ reicher: In der hauseigenen Ausbildungswerkstatt hat der erste Gelenkarmroboter Robolink Einzug gehalten – ein Geschenk des Kölner Motion-Plastics-Experten* Igus. Gesellschaftender Geschäftsführer Frank Blase und Alexander Mühlens, Leiter Geschäftsbereich Automatisierungstechnik und Robotik bei Igus, übergaben den sogenannten Low-Cost-Automation-Roboterarm persönlich an Trützschler. Er soll künftig in der Ausbildung Anwendung finden.

Die beiden Familienunternehmen aus dem Rheinland blicken bereits auf eine über mehrere Jahrzehnte andauernde Partnerschaft zurück. Primär beliefert Igus Trützschler im Bereich Energieketten. Den Gelenkarmroboter sieht Gesellschafter Dr. Michael Schürenkrämer nun als tolle Chance, die eigenen Auszubildenden frühzeitig an das wichtige Thema „Automatisierung in der Industrie“ heranzuführen: „Die Automatisierung und Optimierung verschiedenster Prozesse ist etwas, wofür Trützschler schon immer gestanden hat. Schon in den 70er Jahren setzten wir den ersten Schweißroboter in NRW ein. Es ist unser Anspruch, unseren Lehrlingen eine innovative Ausbildung zu bieten, die auf diese Themen einzahlt. Umso mehr freuen wir uns über diese Geste unseres Partners Igus“, so Dr. Schürenkrämer.

V.l.n.r.: Rene Haas, Ausbilder für die gewerbliche Ausbildung bei Trützschler, Igus-CEO Frank Blase, Trützschler-Gesellschafter Dr. Michael Schürenkrämer & Florian Schürenkrämer, Mitglied des Trützschler-Aktionärsausschusses.

“Tech up, Cost down“– so funktionieren die Low-Cost-Automation-Lösungen

Low-Cost-Automation-Lösungen wie der Robolink erzielen eine deutliche Produktivitätssteigerung mit Hilfe einer simplen und erschwinglichen Automatisierung in Form von Robotik-Komponenten. Monotone Aufgaben, wie zum Beispiel das Einsortieren von Bauteilen, können dadurch verselbstständigt und Mitarbeitende für anspruchsvollere Aufgaben eingesetzt werden. Dies führt zu einer Effizienzsteigerung.

„Prinzipiell zeichnen sich unsere Anwendungen durch zwei Besonderheiten aus: Einen niedrigen Einstiegspreis, indem wir auf Hochleistungskunststoff setzen, der sowohl langlebig als auch kostengünstig ist, und eine leichte Bedienbarkeit. Es ist ein großer Mehrwert, dass ungelernte Personen teilweise nur bis zu 30 Minuten benötigen, um den Roboterarm zu programmieren“, so Igus-Geschäftsführer Frank Blase. Zu diesem Zweck besitzt der Roboterarm beispielsweise eine Art Joystick, mit dem sich bestimmte Bewegungsabläufe eintrainieren lassen. Der Robolink hat sich damit schon in verschiedenen Branchen bewährt, zum Beispiel als vollautomatische Getränkeschankanlage oder als Montageroboter.

Alexander Mühlens, Leiter Geschäftsbereich Automatisierungstechnik & Robotik bei Igus (r), gibt Einblicke in das Robolink System.

der Low-Cost-Automation-Roboterarm Robolink

„Wir danken der Firma Igus sehr herzlich für ihre Unterstützung und freuen uns auf die nächsten erfolgreichen gemeinsamen Jahre der Zusammenarbeit“, fasst Dr. Schürenkrämer das Projekt zusammen.

 

 


*Motion Plastics = Produkte für die Bewegung aus verschleißarmen Hochleistungspolymeren

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